Wer & Was

Poetry Slam ist meine Leidenschaft. Dem Kabarett gilt meine Liebe.
Nach Jahren des Herumreisens in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol mitsamt dem Kennenlernen vieler neuer FreundInnen war klar: Die vielen Poetry-Slam-5-Minuten-Auftritte sind nicht mehr genug. Erste Kabarettversuche starteten.

2010 fand die Österreichische Poetry Slam Meiserschaft in Bozen in Südtirol statt. Richtig gelesen: Südtirol. Denn die Welt des Poetry Slams ist erstens grenzenlos und zweitens sind auch Sprachgrenzen dazu da, ausgedehnt und überschritten zu werden.

Letzten Endes ging ich als Sieger hervor, wurde auch gleich für die Europäische Poetry Slam Meisterschaft nominiert und wurde wenig später im französischen Reims Vize-Europameister im Poetry Slam.
2011 gelang mir die Verteidigung des Österreichischen Poetry Slam Titels – im „Spielboden“ in Dornbirn. Und so darf ich mich seit damals einziger) zweifacher Ö-Slam-Sieger nennen. Etwas, das neben den richtigen Texten auch eine große Portion Glück braucht.

2012 schließlich gelingt mit dem Kabarettprogramm „Agrargemein“ ein Aufreger im idyllischen Tirol. Das Bergvolk wandert plötzlich in Scharen in die diversen Veranstaltungszentren, um politisches Kabarett anzuschauen.
Begeisterung auf der einen Seite, Widerstand bis hin zu Morddrohungen auf der anderen Seite. Agrargemein ist das bisher erfolgreichste Kabarettprogramm Tirols und Treibhaus-Intendant Norbert Pleifer erhob Agrargemein sogar zur „besten Tiroler Kabarettproduktion seit Otto Grünmandl“. Grünmandl ist immerhin 2-facher Träger des Deutschen Kleinkunstpreises und in der deutschsprachigen Kabarettszene eine historische Fixgröße. Dieses Lob von berufener Stelle saß, sitzt und ist Motivation.

Wie nebenbei gründete ich mit Stefan Abermann, Martin Fritz und Robert Prosser 2007 die Lesebühne „Text ohne Reiter“, schrieb seit 2009 jährlich ein Jahresrückblicks-Programm (Jahrmarkt der Heiterkeiten), brachte 2012 im Haymon-Verlag eine Auswahl meiner bisherigen Poetry-Slam-Texte heraus („Voulez-vous KOSCHUH avec moi?“), brachte punktgenau in den Tiroler Landtagswahlkampf 2013 ein eigenes Programm auf die Bühne (Landtagsmahl), war Talkgast bei „Im Zentrum“ im ORF, schrieb Kommentare und Analysen für diverse Medien, absolvierte viele Benefizauftritte (zusammen Ton-/Lichttechniker Tom Neumayr sowie Yvonne Kathrein, Musik – danke nochmals, ihr seid super!), engagierte mich kommunal- und gesellschaftspolitisch (meistens erfolglos, aber tun musste ich es trotzdem), bekam die Chance, erste Schauspiel-Erfahrung zu sammeln (Projekttheater Hall, Staatstheater), hatte unglaublich tolle Auftritte in kleinen Bars, tollen Veranstaltungszentren, im Opernhaus Hannover, dem Burgtheater und und und.

Das darauf folgende Programm „Hypoventilieren“ sollte nur ein Zwischenprogramm auf dem Weg zu einem gänzlich anderen Programm sein. Eine Sitzung des Tiroler Landtags Ende März 2015 war der Auslöser, Anfang Juni 2015 war bereits Premiere.

Im Landtag hatten die Abgeordneten gerade einmal 1 Stunde zu bis zu 160 Millionen Hypo-Tirol-Millionen Verlust im Zuge des Hypo-Alpe-Adria-Skandals reden dürfen. Stutzig geworden förderte eine erste Recherche ein eigenes Tiroler Hypo-Desaster zu Tage: Nicht 160 Millionen Euro sondern mindestens 500 Millionen Euro waren in den Sand gesetzt worden. Steuergeld, wohlgemerkt. Millionenschweres Potenzial für ein kabarettistisches „Doku-Drama des Grauens“ (© Tiroler Tageszeitung). Quasi als „Vehikel“ für das sonst sperrige Thema fungierte eine Zwischenbilanz der erstmaligen Tiroler Landeskoalition zwischen ÖVP und Grünen. Und wieder: Und wieder: Überschwängliche Kritiken und wieder strömt das Publikum in Scharen.

2015 ruft zwischenzeitlich die Theaterbühne. Zusammmen mit dem Staatstheater entwickle ich unter der Regie von Ute Heidorn ein Stück zu Ehren des einzigen Tiroler Kabarettisten, der zwei Mal mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde: Otto Grünmandl. Nach Wochen im Nachlass des großen Tirolers, der 2000 verstorben war, hatte 2015 "Lachen im Alpenländischen Raum" Premiere. Es war ein besonderes Erlebnis, (sehr schwierige!) Grünmandl-Texte auf die Bühne zu bringen. Ein Dank gebührt Treibhaus-Intendant Norbert Pleifer für die Grundidee. Dass wir mit unserer Hommage Richtiges tun sollte zwei Jahre später Andreas Vitasek zeigen, der Otto Grünmandl in einem eigenen Programm ebenso ein Denkmal setzte. 2016 entsteht schließlich mein erstes ausgewiesenes Österreich-Programm. Kellertheater-Intendant Manfred Schil fragte mich, ob ich angeleht an den großen Helmut Qualtinger und seinen legendären "Der Herr Karl" eine neue Betrachtung der rot-weiß-roten Seele schreiben und spielen wolle. Im gleichen Bühnenbild wie der Herr Karl. Spannend! Und "AUTsch" Österreich dreht auf" war geboren und erntete wiederum Begeisterung. Kabarettisch thematisch eigentlich auf Tirol fokussiert, wird mit "AUTsch! Österreich dreht auf" ab Herbst 2017 auf Tour gegangen. Überschneidend feiert am 13. September im Innsbrucker Treibhaus die Premiere eines neuen, ausgewiesenen Tirol-Programms. Und natürlich gab und gibt es jedes Jahr seit 2009 einen wundervollen Jahresrückblick, genannt "Jahrmarkt der Heiterkeiten". 2016 erstmals an 8 Terminen mit der wunderbaren Juliana Haider, die für dieses jährliche Programm schlicht nicht mehr wegzudenken ist. So oft es geht, nehme ich weiterhin an Poetry Slams teil.
Natürlich (mit)organisiere und moderiere ich immer wieder auch Poetry Slams, etwa den PSST!-Poetry Slam im Stadttheater Kufstein, die 9. Österreichische Poetry Slam Meisterschaft von 23.-24. Oktober 2015 in Innsbruck, oder Poetry Slams in Bibliotheken oder auch Schulen (das mach ich nach wie vor ganz besonder gerne!)

So oft es möglich ist, gebe ich Poetry Slam-Workshops. An Schulen, in Bibliotheken, etc. Für Jugendliche genau so wie für Erwachsene. Bisher wurden über 3.000 Menschen in Workshops mit dem Format Poetry Slam vertraut gemacht und entdeckten den Spaß an und die Vielfalt der Deutschen Sprache neu.

So oft ich mag, moderiere ich diverse (Firmen-)Events bzw trete ich in deren Rahmen auf. Ich bin nicht käuflich und für Geld tu ich sowieso nicht alles. Dies jeweils nach eingehender Vorbesprechung. Und es kann schon mal nix draus werden. Denn:

Lässt man mir freie Hand, bin ich entfesselt und Ihre Gäste werden noch Monate später vom Event reden.

So oft ich verfügbar bin, spiele/lese/slamme ich Benefiz. Und Benefiz heißt Benefiz. Manche KünstlerInnen beharren auf ein „reduziertes“ Benefizhonorar. Ist es mir der Benefizgrund wert, Benefiz zu spielen, ist ein gänzlicher Honorarverzicht eine klare Sache. Je früher Sie um einen Benefizauftritt anfragen, desto eher kann ich zusagen.